Wetter Garmin 60CSx HCx Oregon Dakota Wettertendenz

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Mit den heutigen medialen Möglichkeiten ist es fast jederzeit möglich das aktuelle Wetter oder die Tendenz zu erfragen. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Situation von Mehrtagestouren, bei denen keine Wetterauskunft erhältlich ist.

Bezugnehmend auf das Garmin Gpsmap 60CSx, Vista HCx, Oregon, Dakota und das Gpsmap 76CSx sind Wettertendenzen praktisch sehr einfach bestimmbar.

Vorausgeschickt sei, dass sich dieser Artikel nicht mit Wettervorhersagen beschäftigt, sondern ausschließlich mit lokalen Tendenzen. Das Wettergeschehen ob Großraum oder Lokal ist zu komplex, dass ein Barometer im GPS Gerät ausreicht, das Wetter vorherzusagen.

Bei diesen GPS Geräten ist es möglich, ausschließlich die Barometerfunktion zu nützen, oder in Kombination Barometer und GPS eine stätige automatische Höhenkalibrierung zu erreichen.

Und da beginnt das Problem.

Wenn man seine Höhe verändert, ändert sich auch der Umgebungsluftdruck. Da uns aber der Umgebungsdruck darüber Auskunft gibt, ob schönes oder schlechtes Wetter in Anmarsch ist, wird klar, dass die Wettertendenz nur an einem fixen Standort erkennbar ist (Basecamp, Marschpause usw.).

Also die gleichzeitige Nutzung der Information auf welcher Höhe befinde ich mich und welche Wettertendenz entwickelt sich, wird nicht genügend funktionieren. Bei häufigen Neukalibrierungen der Höhe entwickelt man aber auch bei kürzeren Beobachtungszeiträumen (kurze Pausen) ein Gefühl für die Tendenz.

Bestimmung der Wettertendenz vereinfacht ausgedrückt:

Die Tendenz ist nur eindeutig an einem fixen Standort feststellbar.

Einstellungen im Gerät:

  • GPS Empfang aus
  • Autokalibrierung aus
  • Um Akku oder Batterie zu schonen kann auch noch der elektronische Kompass deaktiviert werden.
  • Feste Höhe

Es folgt die Neukalibrierung des Höhenmessers auf die aktuelle Höhe.

Die Software des Gerätes errechnet nun aus der aktuellen Höhe und dem Umgebungsdruck den reduzierten Druck mit der barometrischen Höhenformel (Barometer). Die Tendenz erkennen wir, aus dem Umgebungsdruck und an der Höhenangabe, ob die Werte über längere Zeiträume fallen oder steigen.
Eine kurzzeitige Beobachtung zeigt keine Tendenz (außer es kommt zu einem spontanem Abfall des Umgebungsdruckes-Gewitter).

Folgende Ereignisse können Sie auf Ihrem Gerät beobachten:

  • Wenn der Umgebungsdruck fällt, steigt der Wert der Höhenangabe
  • Wenn der Umgebungsdruck steigt, fällt der Wert der Höhenangabe
  • Der Umgebungsdruck fällt und steigt leicht (wechselt gering im Wert), der Wert der Höhenangabe springt zwischen geringen Höhenunterschieden hin und her.

Diese Beobachtungsgrundlage dient uns zur Wettertendenz - Bestimmung

  • Bei einem Hochdruck (schönes Wetter) wird die Luft schwerer, also steigt der Umgebungsdruck und der Wert der Höhe fällt.
  • Bei einem Tiefdruck (schlechtes Wetter) wird die Luft leichter, also fällt der Umgebungsdruck und der Wert der Höhe steigt.

In Wirklichkeit ist das wesentlich komplexer, weil es unterschiedliche Formen von Hoch- und Tiefdrücken gibt, und auch die aktuelle Höhe, Luftfeuchtigkeit, Jahreszeit und Temperatur eine Rolle dabei spielen. Für unsere aktuelle Tendenz reicht eine Neukalibrierung der aktuellen Höhe und der fixe Standort für eine geraume Zeit aus.

Umgebungsdruck-Wettertendenzen

Stätig Steigend

Das lokale Wetter wird zunehmend besser, der Umgebungsdruck steigt (Hochdruck), der Wert der Höhe sinkt deutlich um mehrere Meter über längere Zeit (30Min - 1 Std.und länger)

Spontan Steigend

An der Alpennordseite, bei Südwind und Föhnlage, kommt es bei Änderung auf kühlerem Westwind zu einem spotanem Anstieg des Umgebungsdruckes und der Höhenmesser kann um 30 Meter und mehr in kürzester Zeit abfallen.

Stätig Fallend

Das lokale Wetter wird zunehmend schlechter, der Umgebungsdruck fällt (Tiefdruck), der Wert der Höhe steigt deutlich um mehrere Meter über längere Zeit (z.B. über Nacht)

Spontan Fallend

Ein Gewitter (Hochsommer) ist im Anmarsch, der Umgebungsdruck fällt sehr rasch ab, der Wert der Höhe steigt um 70-100 Meter rasch an (in 10-20 Minuten ist das Gewitter da)

Insbesondere ist diese Information im Gebirge wichtig, wenn das Gewitter hinter einem Kamm steht und wir es optisch vorher nicht erfaßen können. Der Barometer zeigt uns aber vorher dieses Ereignis schon an.

Stabiles Schön und Schlechtwetter

Das lokale Wetter ist schlecht oder schön, der Umgebungsdruck steigt und fällt sehr gering im Wert, ebenso der Wert der Höhe über einen längeren Zeitraum

Interessant wird es; wenn wir aktuell schlechtes Wetter haben, auf einer Mehrtagestour sind und der Umgebungsdruck zu steigen beginnt, das aktuelle Wetter aber optisch als schlecht wahrgenommen wird. Auch das schönere Wetter kündigt sich vorher an. Für Tagesetappenplanungen kann das aber entscheidend sein.


Wer noch genauere Erkenntnisse herausziehen möchte, hat die Möglichkeit bei stabilen Wetterverhältnissen, die von den Wetterdiensten bevorstehenden extremen Wetteränderungen mit dem Gerät mit zu plotten und zu beobachten wie sich die Kurve im Gerät darstellt (Föhn, starke Temperaturanstiege usw.)

Ein Batteriesatz von einem 60 CSx oder Vista HCx hält bei ausgeschaltetem GPS und elektronischen Kompass über 36 Stunden. Wenn man so 3-4 Stunden vor der angekündigten Wetterveränderung durch den Wetterdienst zu plotten beginnt, kann man die Wetterveränderungen klar im Plot sehen.

Beispiel:

wetter60csx.jpg





























A beginnende Schönwetterphase, bei B schlug das Wetter um, fallender Druck. Das Wetter war noch schön, der fallende Druck zeigte jedoch vorher schon das Schlechtwetter an.
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